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Prof. Dr. Clemens Forster

 

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Institut für Physiologie und Pathophysiologie
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Akademischer Direktor am
Institut für Physiologie 1
der Universität Erlangen-Nürnberg

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Forschung


Funktionelle Kernspintomografie (fMRI)


Die funktionelle Kernspintomographie (fMRI) ist eine nicht invasive Methode zur Detektion von Durchblutungsänderungen im menschlichen Hirn. Lokal begrenzte Änderungen der Durchblutung treten auf, wenn einzelne Hirnregionen verstärkt aktiviert werden. Somit lässt sich feststellen, welche Hirnareale an der Verarbeitung bestimmter Reize oder Aufgaben beteiligt sind.

Laufende Projekte:
  • Zentrale Repräsentation des Juckens
    Mit verschiedenen prurigenen Substanzen wird Jucken ausgelöst und eine fMRI-Messung gestartet. Dabei wird die Juckintensität, z.B. durch passives Kratzen, moduliert. Es sollen nun diejenigen Hirnareale identifiziert werden, die wahrscheinlich an der Verarbeitung der Juckempfindung beteiligt sind. Dabei interessieren Unterschiede im Aktivierungsmuster bei den verschiedenen Formen des Juckens. Alle Versuche werden vorher im Labor unter Anwendung psychophysicher Methoden durchgeführt, um die Effektivität der Reize und die Empfindungen der Probanden zu untersuchen.

  • Modulation der zentralen Schmerzverarbeitung
    Das Schmerzempfinden kann durch verschiedene physische und psychische Faktoren beeinflusst werden. Dieses Projekt untersucht, ob diese Modulationen zu messbaren Veränderungen der cerebralen Aktivierungsmuster führen. Eine Studie beschäftigt sich dabei mit der Schmerzmodulation wie sie mit der Methode der transkutanen Nervstimulation durchgeführt werden kann. In einer weiteren Studie wird verglichen, wie sich das Aktivierungsmuster durch Fokussierung auf das Schmerzerleben ändert. Dazu werden die Probanden aufgefordert, bei bestimmten Reizen auf den Schmerz zu achten und ihn zu bewerten, indem sie ihn kontinuierlich mit einer visuellen Analogskala angeben (Rating). Die Hirnaktivität während des Reizes wird mittels fMRI gemessen. Sofern die durch das Rating erzwungene Hinwendung zum Schmerz die Aktivität bestimmter Hirnregionen moduliert, sollten Aktivierungsmuster und –Intensität durch das Rating verändert werden.

  • Zentrale Repräsentation von Gesichtsschmerz
    Eine klinisch sehr relevante Schmerzsituation ist Zahnschmerz. In Zusammenarbeit mit Prof. Kemppainen aus Turku, Finnland, wird in dieser Studie die zentrale Repräsentation der Zahnpulpa untersucht, wenn diese elektrisch gereizt wird. Durch Variation der Reizintensität lassen sich diejenigen Hirnareale identifizieren, die die Schmerzintensität codieren. In einer weiteren Studie wird die somatotope Repräsentation des nozizeptiven trigeminalen Inputs untersucht. Dazu werden abwechselnd ein Zahn des Ober- und des Unterkiefers, somit auch verschiedene Äste des Trigeminus, stimuliert und die daraus resultierenden Hirnaktivierungen gemessen.

Info für Probanden

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